Skulptur Projekte Münster 2007

Architektonischer Beitrag temporäre Ausstellungsarchitektur: switch+
switch+, Materialien: Beton, Stahlkonstruktion, Kupferlegierung, Maße: 5 x 17,5 x 11,5 m
An der Rothenburg 30

Für die Ausstellung skulptur projekte münster 07 entstand auf dem Vorplatz des ehemaligen Westfälischen Museums für Archäologie, Rothenburg 30, in Münster eine temporäre Architektur: switch+, konzipiert von dem Münsteraner Planungsbüro modulorbeat. Ein rund zwölf Meter hoher Pavillon wurde für zentrale Servicebereiche der Ausstellung, zum Beispiel für den „Infopoint“, den Katalogverkauf, den Verleih eines multimedialen Führungssystems und eine thematische Buchhandlung errichtet. Zwischen der bestehenden Bebauung und dem neuen Pavillon an der Rothenburg (Ecke Pferdegasse) entstand eine völlig neue Situation. Der bislang freie, ungenutzte Platz wandelt sich zu einem idealen Treffpunkt. Um den Platz zusätzlich zu beleben, wurde im Foyer des Projektbüros an der Rothenburg ein Café eingerichtet, das auch Teile des Platzes und des Pavillons in die Außenbewirtung einbezieht.

Informationen zur Ausstellung:
Im Sommer 2007 finden zum vierten Mal die Skulptur Projekte Münster statt. Diese internationale Großausstellung lädt seit 1977 im zehnjährigen Rhythmus Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt ein, ihre Werke in der Stadt entstehen zu lassen. Münster ist so zu einer internationalen Referenzadresse für zeitgenössische Kunst im öffentlichen Außenraum geworden.

Die skulptur projekte münster 07 finden ab Mitte 2007, parallel zur documenta in Kassel, statt. Sie werden über 100 Tage Stadt und Region unmittelbar prägen (17.6. - 30.9.2007). 1997 kamen mehr als 500.000 Besucher nach Münster, um die Arbeiten von Künstlern aus 25 Ländern kennenzulernen. Die Erwartungen für 2007 sind ähnlich hoch gesteckt.

Das Kuratorenteam aus Dr. Brigitte Franzen (Westfälisches Landesmuseum, Münster), Prof. Kasper König (Museum Ludwig, Köln) und der assoziierten Kuratorin Dr. Carina Plath (Westfälischer Kunstverein, Münster) hat 37 Künstlerinnen und Künstler eingeladen, sich an der Ausstellung zu beteiligen.

Der Titel der Ausstellung Skulptur Projekte ist Programm. Auch 2007 werden die Künstler ausloten, was zeitgenössische Skulptur heute sein kann, wie sie sich im öffentlichen Raum positionieren und ihn verändern kann. Nach 1977, 1987 und 1997 werden erneut die möglichen Wechselwirkungen von Kunst, Stadt und Öffentlichkeit untersucht. Die Skulpturen werden hauptsächlich in Münster angefertigt und nach und nach aufgestellt: Die Stadt nimmt die Kunst auf und verändert Schritt für Schritt ihr Erscheinungsbild.